Wie wichtig ist Schlaf?

9. Oktober 2016 11:31 1 Comment

Heute geht es um das wichtige Thema „Schlafen“ in Kontext mit Fitness bzw. Muskelaufbau. Diesen Artikel kann man gerne als Fortsetzung des Artikels „Regenerationsphasen im Muskelaufbau“ ansehen. Viele trainieren täglich sehr hart, um Ihre Ziele zu erreichen und im Vordergrund steht natürlich der Muskelaufbau. Vor allem Anfänger machen dann den Fehler, die ihren Wochenplan mit sehr vielen Kraftübungen füllen und das Schlafen ignorieren bzw. vergessen.

 

Wie auch im letzten Artikel wachsen die Muskeln nicht während des Trainings, sondern in den Ruhephasen bzw. im Schlaf. Auch wenn jetzt viele denken, wow ich schlafe sehr viel, dann muss ich ja Muskeln aufbauen – NEIN, das setzt selbstverständlich ein vorangegangenes Training voraus. Achtet somit auf eure Ruhetage und auf euren Schlaf.

 

Damit ihr auch genug schläft, solltet ihr erstmal verstehen, was nachts mit eurem Körper eigentlich passiert. Wir durchlaufen unterschiedliche Schlafphasen, dass unter anderem dazu führt, dass unser Stoffwechsel sich verlangsamt, die Körpertemperatur ein wenig sinkt, der Puls verringert wird und in diesem Fall Wachstumshormone ausgeschüttet werden – und darum geht’s hier! Die Wachstumshormone sollten für jeden, der Muskeln aufbauen möchte, ein Begriff sein. Sie regeln die Zellerneuerung und die Fettverbrennung. Heißt konkret, du musst dir keine Wachstumshormone spritzen, wenn du durch gesunden Schlafrhythmus schon die Quelle ankurbeln kannst.

 

Schlafmangel hingegen kann den Muskelaufbau verlangsamen oder im schlimmsten Fall für den Abbau der Muskulatur sorgen, dafür sollte man sehr darauf achten, wie oft und wie lange man wirklich schläft. Jeder hat mal Probleme beim Schlafen, Schlafstörungen habe ich auch mal, dann sollte man nur versuchen, die Ursachen dafür ausfindig zu machen, um dieses Problem schnellstmöglich wieder aus der Welt zu schaffen. Des Weiteren bedeutet Schlafmangel zusätzlichen Stress für den Körper. Hierbei spricht man über Cortisol (Stresshormon). Cortisol wird dauerhaft in unserem Körper synthetisiert, kann jedoch bei Stress vermehrt ausgeschüttet werden. Der Anstieg des Cortisonspiegels aktiviert katabole Stoffwechselprozesse – das wiederum heißt Muskelabbau, statt Muskelaufbau.

 

Auch das Hormon Insulin ist bei Schlafmangel betroffen. Schlafmangel wirkt sich auch negativ auf die Muskel- und Fettzellen aus. Um denselben Effekt zu erreichen, muss der Körper mehr Insulin einsetzen. Was bedeutet das für dich? Der Muskelaufbau wird gestört und dein Fettdepot aufgefüllt.

 

Bei genügend schlaf steigt der Testosteronspiegel an und es kommt während der nächtlichen Ruhephase „automatisch“ zum Muskelwachstum. Doch wie definiere ich „genügend“? Auch die Wissenschaft kann das pauschal nicht beantworten, denn jeder Mensch arbeitet anders, jeder Körper ist anders und jeder Körper braucht unterschiedlich viel Schlaf. Was feststeht ist aber, dass Sportler bzw. sportlich aktive Menschen mehr Schlaf benötigen als der Durchschnitt. Auch wenn es nicht ganz zielführend ist, kann man seinen Schlaf aufteilen, dass sollte natürlich nicht zum Alltag werden. Die „power naps“, also beispielsweise Mittagsschläfchen sind sehr effektiv, ersetzen den nächtlichen Schlaf aber definitiv nicht! Dazu gehören auch laute Geräusche oder Licht, was den Einschlafprozess stören kann. Am besten ist es, das Zimmer abzudunkeln. Wie erholt ihr seid bzw. wie viel Schlaf ihr wirklich braucht, bekommt eigentlich jeder selbst hin bzw. merkt ihr selbst, wenn ihr morgens fit seid oder nicht.

 

Viel Spaß beim Nachdenken und Umsetzen. Es wird euch helfen, da bin ich mir sicher!

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Blogbeitrag von: Onur

1 Kommentar

  • Maik says:

    Guter Artikel zum Thema. Wird leider oft unterschätzt, wie wichtig Schlaf für die Regeneration ist. Ich merke es selbst, dass ich in stressigen Phasen (damit verbunden weniger Schlaf) auch nicht soviel Leistung im Gym abrufen kann.

    LG Maik

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